BioComm · Datenlabor
Das BioComm-Datenlabor
Simulation – berechnete Werte, echte DatenverarbeitungNoch laufen keine BioComm-Messknoten im Feld. Damit du trotzdem schon heute sehen kannst, wie OpenMycoNet später mit Messdaten umgeht, gibt es das Datenlabor: Sechs simulierte Szenarien laufen durch genau die Datenbank, die Prüfungen und die Auswertungen, die auch für die echten Messungen vorgesehen sind. Das Datenlabor steht allen registrierten Mitgliedern kostenlos offen.
Was ist berechnet, was ist echt?
Berechnet (Simulation)
- Die Werte selbst: das bioelektrische Signal, Boden- und Luftwerte, der Akkustand.
- Die „Reaktion“ auf eine Stimulation: eine frei gewählte Demo-Annahme, keine gemessene Reaktion.
- Die Standorte: vier ausgedachte Orte zwischen hohem Norden und Südhalbkugel.
Echt (wie später im Betrieb)
- Die Datenbankstruktur, in der später die echten BioComm-Messungen gespeichert werden.
- Die Herkunft jedes Werts: Gerät, Sonde, Messkanal und Kalibrierung.
- Der Aufzeichnungsplan mit planmäßigen Messpausen, etwa während der Leitfähigkeitsmessung.
- Eine Prüfsummenkette der Datenpakete innerhalb eines Messlaufs, die nachträgliche Veränderungen erkennbar macht.
- Qualitätskennzeichen für Störungen und Lücken, die als Lücken erscheinen, nie als Nullwerte.
- Die Stufen der Verdichtung: Tageswerte werden beim Anzeigen aus den gespeicherten Stundenwerten berechnet. Minuten- und Stundenwerte sind in der Simulation direkt erzeugt; im Messbetrieb berechnet der Server sie aus den Rohdaten. Die Simulation erzeugt 250 Werte pro Sekunde; ausgelegt ist die Datenarchitektur für bis zu 1000 Werte pro Sekunde je Messkanal. Für die realen Messungen sind 250 Werte pro Sekunde vorgesehen.
Der Weg eines Messwerts
In der Simulation steht am Anfang kein realer Messknoten, sondern ein Rechenmodell. Es erzeugt die simulierten Werte in der jeweils benötigten zeitlichen Auflösung. Rohdaten werden zusätzlich für ausgewählte Zeiträume erzeugt. Speicherung, Prüfsummenkette, Qualitätskennzeichen, Lückenbehandlung und Darstellung entsprechen dagegen bereits dem vorgesehenen Messbetrieb.
Sechs Szenarien
Jedes Szenario deckt ein simuliertes Jahr (2025) ab: Stundenwerte für das ganze Jahr, je Jahreszeit eine Woche in Minutenwerten und eine Stunde Rohdaten.
Baseline ohne Stimulation
Vier Standorte (Mitteleuropa, hoher Norden, Südhalbkugel, Äquatornähe) zeigen den Tages- und Jahresgang von Signal und Umweltwerten.
Elektrische Stimulation
Täglich um 10:15 Uhr ein kurzer elektrischer Reiz, daneben eine Kontrollreihe ohne Stimulation.
Optische Stimulation
Täglich ein gepulster blauer Lichtreiz (470 nm), ebenfalls mit Kontrollreihe.
Elektrisch + optisch, synchron
Beide Reize gleichzeitig, gespeichert als Sequenz, so wie später echte Versuchsabläufe.
Elektrisch + optisch, versetzt
Erst elektrisch, fünf Minuten später optisch: So wird eine zeitliche Abfolge festgehalten.
Technische Datenqualität
Ein Knoten mit typischen Störungen (Neustart, fehlende Tage, Übersteuerung, Zeitsprung, Sensorfehler) und wie sie sichtbar werden.
Datengrundlage der Simulation
- 6 Szenarien · 13 Messreihen · 4 synthetische Standorte · Simulationsjahr 2025
- 51,1 Mio. simulierte Rohwerte, davon 46,2 Mio. bioelektrisch (250 Werte pro Sekunde, je Jahreszeit eine Stunde)
- 1,55 Mio. verdichtete Werte (Minuten- und Stundenwerte)
Die Simulation basiert auf einem Rechenmodell. Daraus werden die Minuten- und Stundenwerte für das gesamte Jahr direkt berechnet. Zusätzlich erzeugt das Modell für je eine Stunde pro Jahreszeit einzelne Rohwerte, 250 pro Sekunde. So lässt sich auch die Rohdatenebene exemplarisch darstellen, ohne ein komplettes Jahr an Rohdaten erzeugen zu müssen. Im späteren Messbetrieb ist der Ablauf anders: Dort entstehen die Minuten- und Stundenwerte ausschließlich durch Verdichtung der tatsächlich aufgezeichneten Rohdaten.
Was du im Datenlabor tun kannst
- Zeiträume von 24 Stunden bis zu einem ganzen Jahr ansehen.
- Stimulations- und Kontrollreihe direkt übereinanderlegen.
- In die Rohdaten hineinschauen: zehn Sekunden mit einzelnen Abtastwerten (in der Simulation 250 pro Sekunde, je Jahreszeit eine Stunde).
- Jahreszeiten auf der Nord- und der Südhalbkugel vergleichen.
- Störungen, Qualitätskennzeichen und Lücken nachvollziehen.
Wichtig: kein Wirkungsnachweis
Der Unterschied zwischen Stimulations- und Kontrollreihe ist eine Annahme, die wir für diese Demonstration frei gewählt haben, keine gemessene Reaktion eines Pilznetzwerks. Das Datenlabor zeigt, wie OpenMycoNet Daten erfasst, prüft und darstellt, nicht was Pilznetzwerke tun. Echte Messungen werden später getrennt von der Simulation gespeichert und nie mit ihr vermischt.
Du kannst bis zu den einzelnen simulierten Rohwerten hinuntergehen und sehen, wie Rohdaten sowie Minuten-, Stunden- und Tageswerte mit Qualitätskennzeichen und Lücken dargestellt werden. Rohdaten liegen in der Simulation exemplarisch vor (siehe „Datengrundlage der Simulation“).
Häufige Fragen
Warum muss ich mich registrieren?
Das Datenlabor geht über eine öffentliche Vorschau hinaus: Nach der Registrierung kannst du die simulierten Messreihen selbst untersuchen, Zeiträume wechseln, Kontroll- und Stimulationsreihen vergleichen, Rohdaten ansehen und Qualitätskennzeichen sowie Datenlücken nachvollziehen. Die Registrierung ist kostenlos. Nach Bestätigung deiner E-Mail-Adresse meldest du dich ohne Passwort über einen Anmeldelink an. Damit können wir außerdem Rückmeldungen von Menschen einholen, die sich intensiver mit BioComm und der Datenarchitektur beschäftigen.
Wo finde ich das Datenlabor nach der Anmeldung?
Oben in deinem Dashboard unter „BioComm-Datenlabor“.
Wo liegen die Standorte?
Die vier Standorte sind ausgedacht. Angezeigt wird, wie später bei echten Messknoten, nur ein Rasterfeld von 10 × 10 km, nie die genaue Lage.
Wann gibt es echte Messdaten?
Sobald die ersten BioComm-Messknoten im Einsatz sind. Einen festen Termin gibt es noch nicht; den aktuellen Stand findest du auf den Seiten zu Hardware und Software.
Neugierig geworden?
Registriere dich kostenlos und bestätige deine E-Mail-Adresse. Danach steht dir das Datenlabor offen.